Die Gemeinde

Mit der Gründung der Gemeinde St. Chamuel wurde die Liberal-Katholische Kirche im Rheinland wieder belebt. Seit Gemeindegründung im Mai 2015 finden regelmäßig Gottesdienste in der Alten Schule Muffendorf und in der Diakonatskapelle statt.

 

 

Der mystische Blick auf die Christuswesenheit bedarf keiner Theologie und Konfession. Jeder Mensch kann durch sein Denken, Fühlen und Wollen die intensive Verbindung zwischen Irdischem und Geistigem eingehen und beleben. Die Liberal-Katholische Liturgie ist eine religiöse Übung und ein Kraftbrunnen für die kosmische Ausrichtung eines jeden Menschen auf die allgegenwärtige und alles umfassende Gottheit. Darum arbeiten wir freudig an einer Gemeinschaft, in der jeder interessierte Mensch herzlich eingeladen ist.

Dabei ist es gleich, in welcher spirituellen Richtung man sich gerade bewegt und forscht.

Nach dem Gottesdienst bietet sich immer die Gelegenheit, mit dem jeweiligen Zelebranten, dem Gemeindeleiter und den Gemeindemitgliedern ins Gespräch zu kommen. Mittlerweile besteht die Gemeinde aus etwa 10 aktiven Mitgliedern und weiteren Menschen, die hin und wieder an Gottesdiensten teilnehmen.

Jede und jeder kann teilnehmen und kommunizieren.

 


 

Gottessohnschaft-Gottestochterschaft

Wie zu den Zeiten des Ur-Christentums versammeln sich, veranlasst durch Gespräche im Alltag, Empfehlungen über Freunde und Bekannte und aus dem religiösen Austausch heraus, Menschen, die sich religiös weiterentwickeln möchten und am gnostisch-esoterischen Strang des Christentums Interesse haben in St. Chamuel.

 

Wir richten uns rituell zu der Christuswensenheit hin; dabei ist es kein Thema, dass sich neue Mitglieder, Besucher und Freunde auf Lehrsätze oder neue Regeln konzentrieren müssen. Auch diskutieren wir nicht über die Qualität der Abgrenzung von anderen Kirchen und Gemeinschaften. Entsprechend der Liberal-Katholische Kirche verwirklichen wir die wahrhaftige Ökumene aller Christlichen Kirchen, die nicht auf Regelsätze und Gesetze schaut, sondern den Menschen in der Freiheit des Forschens, Fühlens und Fragens erhält und aufbaut.

In dieser Forschung kann es sinnvoll sein, auch andere Offenbarungsquellen wie z.B. die Bhagavad Gita, den Koran, die Apokryphischen Schriften des Christentums und auch neue Offenbarungsquellen wie z.B. „Das Evangelium des vollkommenen Lebens“ und das „Wassermann-Evangelium“ zu untersuchen. Kein religiöses Bedürfnis sollte für den einzelnen Menschen unterdrückt bleiben. In den  Ritualen, also in den Diensten der LKK, finden wir ein Miteinander und konzentrieren uns auf den Christus, die Gottessohnschaft / Gottestochterschaft in uns.

Dabei erkennt der/die einzelne vielleicht auch, dass der Weg ins Klerikertum (also die Niederen und Höheren Weihen) ein Bedürfnis ist. Die Liberal-Katholische Kirche unterstützt diese Entwicklung für jede und jeden, der sich auf diesen Weg begeben möchte. Näheres kann nach den Gottesdiensten persönlich, per facebook, E-Mail oder telefonisch besprochen werden.

 


 

Grundsätze der Liberal-Katholischen Kirche

Die Liberalkatholische Kirche besteht, um das Werk ihres Meisters – Christus – in der Welt zu fördern und „seine Herde zu weiden“. Sie ist eine unabhängige und autonome Körperschaft, in keiner Weise abhängig vom päpstlichen Stuhl oder einer Autorität außerhalb ihrer eigenen Organisation. Sie ist weder römisch-katholisch noch protestantisch, sondern katholisch.

Sie wird liberal-katholisch genannt, weil ihre Weltanschauung sowohl liberal als auch katholisch ist.

 

 

Katholisch bedeutet soviel wie allumfassend (universell), doch ist dieses Wort später auch gebraucht worden, die Auffassung und Ausübung der historischen Kirche als verschieden von der der späteren Sekten zu bezeichnen. Die Liberal-Katholische Kirche schließt sich dieser Tradition an. Was sie anstrebt, ist eine Verbindung der katholischen Form des Gottesdienstes, seines erhabenen Rituals, seiner tiefen Mystik und seines dauernden Zeugnisses für die Wirklichkeit des Gnadenstromes der Sakramente mit weitestgehender intellektueller Freiheit und Achtung vor dem Gewissen des einzelnen Menschen.

Die Liberal-Katholische Kirche entstand als Endergebnis einer 1915-16 erfolgten vollständigen Neuorganisation des englischen Alt-Katholizismus auf einer freieren Basis.

Diese Kirche leitete ihre Weihen von dem Muttersitz der alt-katholischen Bewegung, dem altehrwürdigen Erzbistum Utrecht in Holland ab. Die Liberal-Katholische Kirche hat diese Nachfolge der Weihen sorgfältig bewahrt, jedoch ihren jetzigen Namen aus einer Reihe von Gründen angenommen.

 

Der Name „alt-katholisch“ leidet besonders in den Ländern der neueren Welt unter dem schwerwiegenden Nachteil, beständig mit „römisch-katholisch“ verwechselt zu werden. Ferner sind die Ansichten des historischen Alt-Katholizismus in Fragen der Religion und der Lehre nicht die der Liberal-Katholischen Kirche. Sie hat daher mit der Politik und Organisation der Alt-Katholischen Kirche auf dem Kontinent nichts zu tun und wünscht nicht, dass diese Grundsätze einem religiösen Liberalismus zugeschrieben werden, die der Kirche von Utrecht und der Mehrzahl der mit ihr verbundenen Kirchen missfallen würden.

Wenn sich die Liberal-Katholische Kirche selbst als „alt-katholisch“ bezeichnet, so tut sie dies, um den Ursprung ihrer Weihen und ihre organische Einheit mit der historischen Kirche anzudeuten.