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Impressionen vom 3. Sonntag nach Trinitatis

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Viele verschiedene Menschen kommen in die Gottesdienste nach Bonn. Wie man immer wieder auf unseren Photos sehen kann, sind es nicht viele; aber die Gespräche nach den Diensten dauern oft bis in den späten Abend an. Durch die vielen Denkwege und inneren Bilder, die die Liberal-Katholische Liturgie unter anderem auch durch die Lehrfreiheit jedes einzelnen Klerikers und Geistlichen freisetzt, gibt es immer viel zu fragen und zu besprechen.

“Ach, so kann ich das AUCH denken, was in den Schriften des Christentums steht! Dann wird mir einiges klar.”

Ein Auspruch, der so und ähnlich häufig nach den Predigten zu hören ist. Dadurch, dass in der Liberal-Katholischen Forschung nicht nur die kanonischen Bibeltexte als Predigtvorlage herangezogen werden, sondern auch andere sehr wegweisende Offenbarungen, können modernen Menschen umso mehr Zugangswege zur Christuswesenheit eröffnet werden. Es geht darum, Erkenntnis und Weisheit zu erlangen.

In unserem Gottesdienst zum 3. Sonntag nach dem Dreifaltigkeitsfest lasen wir nach der Wasserweihe und der feierlichen Kerzenentzündung zwei buddhistische Gebete. Danach feierten wir eine Maria-Andacht und begannen dann mit der Prim. Da die beiden Lesungstexte in einem engen Zusammenhang stehen ( 1). Extrakt aus dem Buch Tobit, 2.) Beginn des Evangeliums der Wahrheit [Nag Hammadi-Quelle] ), fand die Predigt zwischen den Teilen statt, um die Qualität der Verkündigungsdramaturgie zu verstärken.

Für viele Besucher, besonders jene, die aus der Evangelischen Tradition kommen oder frustiert von der Römischen Kirche sind, ist die Prim eine sehr beliebte Form des Gottesdienstes, da der Akzent auf Wort und Gesang liegt. Dennoch hoffen wir, dass die zukünftigen Diakon-Messen und Eucharistiefeiern mit ihrer ritualmagischen Kraft die Gemeinschaft ebenso inspirieren und durchströmen werden.